Berlin ON-OFF-ROAD mit dem Specialized Diverge

#windkante

Berlin. Das kleine Schwarze hat auf Anhieb gepasst – und das an einem Samstag, morgens um kurz nach 9 Uhr – kein Widerspruch in Berlin. Selbst hier draußen zwischen Autobahn und Grunewald.

Dort hatte Specialized zum Testevent geladen. Die Chance konnte ich mir natürlich nicht entgehen gelassen. Eine große Auswahl an Bikes des kalifornischen Fahrradherstellers stand zur Auswahl. Mein Hauptaugenmerk galt den Rennrädern – insbesondere dem Roubaix. Der Name ist bei diesem Rad Programm. Mein (Test) Programm kam aber am Anfang gleich etwas durcheinander.

Denn das Roubaix in meiner Größe war leider schon auf der Strecke. Deshalb entschied ich mich für das Diverge. Die Geometrie ist ähnlich. Im Vergleich zum rennorienteren Roubaix ist das Diverge aber eher ein Wanderer zwischen den Welten. Es fühlt sich auf glatt asphaltierten Straßen ebenso wohl wie auf rauhem Asphalt oder Kopfsteinpflaster  – und selbst da, wo der Asphalt aufhört, auf  Wald und Feldwegen, ist dann noch lange nicht Schluss. Das zumindest verspricht Specialized. Aber wie sieht die Realität aus?

Black Beauty: Foto-Shooting am Wannsee

Der erste Eindruck: Ich sitze nicht auf, sondern im Rad. Aufrechter als gewohnt. Das fühlt sich gut an, das Handling passt. Ich trete in die Pedalen und lasse das Rad auf dem glatten Asphalt laufen. Erstmal gehts am Rand des Grunewalds schnurgerade bis zur Havelchaussee. Dann rechts abbiegen und nach ein paar Metern gehts „bergab“. In der Abfahrt fährt das Rad wie auf Schienen. Ich wechsle extra auf dem Radweg. Sonst nutzen  hier zur Freude aller Autofahrer die meisten Rennradfahrer eigentlich die Straße, denn die Wurzeln der Bäume haben von unten gute Arbeit geleistet und den Aspahlt aufbrechen lassen. Und genau dafür ist dieses Rad doch ausgelegt. Und in der Tat, diese Unebenheiten steckt das Rad gut weg. Die hauseigenen Roval-Laufräder stehen stabil. Mit den „dicken“ Specialized Roubaix Pro Reifen (700×30/32mm) bretter ich einfach rüber und mache später sogar noch einen kurzen Abstecher ans Ufer des Wannsees. Auch auf dem Sandweg läuft es gut. Allerdings, wird der Sand etwas tiefer, fehlt es den Reifen etwas die Tracktion und Spurführung. Dafür bräuchte man dann wohl einen Crosser.

Der Carbon-Rahmen macht einen sehr soliden Eindruck. Ob er mit den Zertz Elastomeren aber wirklich mehr Komfort bringt, lässt sich beim Fahren nicht wirklich feststellen. Aber das Zusammenspiel von entspannter Geometrie mit vielen hochwertigen und zugleich funktionalen Einzelkomponenten bilden eine tadellos funktionierende Einheit.

Geschaltet wird mit Shimano (Dura Ace Schaltwerk und Ultegra-Komponenten).  Was mich wirklich überraschte, waren die Scheibenbremsen. Im Vergleich zur Felgenbremse war die Bremswirkung jederzeit perfekt – okay, das ist nicht wirklich überraschend. Aber auch das Handling der hydraulischen Stopper war jederzeit perfekt. Wie sich die Scheibenbremse allerdings auf einer langen Passabfahrt mit doch höherer Hitzeentwicklung verhält, konnte ich in Berlin leider nicht testen.

 

Was mich außerdem auf den ersten Griff überzeugt hat, war der Lenker. Der hat perfekt zu meinem Griffverhalten gepasst. Selbst im Oberlenkergriff. Der Tretlagerbereich macht einen stabilen Eindruck und die Specialized Pro Kurbeln  (50/34) passen perfekt zum Gesamtkonzept. Gleiches trifft auf Sattel und Sattelstütze zu. Beide fuhren sich entspannt. Wobei, es ist halt doch nicht mein Sattel.

 

Fazit: Schwarz, schön, schnörkellos: Ein tolles Rad mit hochwertiger Ausstattung: mehr Renn- als Crossrad. Entspannt, mit Understatement – aber das hat auch seinen Preis. In der Pro Version ruft Specialized 5299 Euro auf. Puuh, da muss ich wohl doch noch etwas sparen…

Nachsatz in eigener Sache: Der Testbericht ist nicht von Specialized beauftragt. Er gibt nur meine subjektive Wahrnehmung wider.
Mehr zum Diverge auch auf Specialized.com

 

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